Die Exlibris-Sammlung des Museums Schloss Burgk wurde 1981 als "Nationales Exlibris-Zentrum der DDR" gegründet.
Den Grundstock bildet die Sammlung des Lehrers Paul Heinicke (1874-1965), der seit 1904 Mitglied des berühmten
"Leipziger-Bibliophilen-Abends" war. Die Sammlung umfasst heute mehr als 75.000 Blätter und gehört damit zu den großen
europäischen Sammlungen.
Im Museum wird die Sammlung in wechselnden Ausstellungen und Publikationen vorgestellt. Verschiedene Gastausstellungen in
anderen Museen werden ebenfalls ausgerichtet. Die Sammlung steht für graphische Studien und wissenschaftliche Arbeit den
Besuchern zur Verfügung.
Exlibris ist der lateinische Ausdruck für "aus den Büchern", sinngemäß "aus der Bibliothek". Mit der Erfindung des
Buchdrucks wurden Bücher zu "Massenware": die Geburtsstunde der Exlibris. Wer etwas auf sich hielt, ließ sich eine kleine
Auflage dieser Blättchen künstlerisch gestalten und stellte mit deren Einkleben auf den vorderen Umschlagdeckel eines Buches das Besitzrecht klar.
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