um 1314 Burgk an Geraer Vogtslinie - Heinrich (IV.) d. Ä. urk. 1307-1343
1365   urkundliche Ersterwähnung der Feste Burgk - Heinrich (V.) d.J., ab 1344 d. Ä., Vogt und Herr von Plauen
um 1314   Heinrich (VII.) d. J. (1341-1420), Vogt von Gera
1403   Heinrich (VII.) d. J. (1341-1420), Vogt von Gera
um 1420     Heinrich (VIII.) d. Ä., (1404-1426), Herr von Gera auf Burgk  
um 1426     Heinrich (IX.) d. M., später d. Ä. (1406- urk. bis 1480) Herr von Gera zu Lobenstein  
1482   Heinrich (XIII.) d.J. (urk. 1456-1489), Herr von Gera und Lobenstein erhält in der Teilung 1482 u.a. die Herrschaft Burgk  
1500   Heinrich (XII.) d.M. (urk. 1456-1500), Herr von Gera und Schleiz erbt von Heinrich (XIII.) Burgk und Saalburg
1501/1509   Heinrich (XV.) d. Ä. (urk. 1496-1550) erhält in den Teilungen 1501 u. 1509 halb Schleiz, Lobenstein u. Burgk, erbt nach dem Tode seines Bruders (Heinrich XIV. gest. 1538) die gesamten Herrschaften
1533   Einführung der Reformation im Reußenland
1547-1572   Burgk im Besitz des Burggrafen Heinrich IV. und seines Sohnes, mit dessen Tod starb die Burggrafenfamilie aus.
1561   Verleihung des Wappens an die Reußen
1596   Burgk im Besitz von Heinrich II. ä.L.Reuß von Plauen etc. zu Burgk (1543-1608 in Burgk) aus dem Hause Untergreiz ; 1. Haus Burgk ; Markgräflich-brandenburgischer Bayreuther geheimer Rat und Landeshauptmann zu Hof ; erhielt 1632 für das Schloß einen Schutzbrief von Wallenstein- vermählt 1601 in Burgk mit Anna, geb. Gräfin von Mansfeld zu Scharplau (zweite Frau).
um 1618   Heinrich II. ä.L.Reuß von Plauen etc. zu Burgk (1575 Greiz-1639 Burgk) - vermählt mit Magdalene, geb. Freiin zu Putbus 1609 in Burgk
1632   Albrecht Wallenstein (1583-1634), Feldherr des Dreißigjährigen Krieges stellt einen Schutzbrief für Schloß Burgk aus
1639   Heinrich III. ä.L.R. von Plauen etc. zu Burgk (1616 Hof - 1640 Burgk) erhält Burgk
1640   stirbt 1. Haus Burgk aus, Besitz an 2. Haus Untergreiz
1643   erhält Heinrich V. ä.L.R. (1602 Greiz-1667 Greiz) aus dem Haus Untergreiz Burgk
1668   Durch die brüderliche Teilung erhält Heinrich II. ä.L.R. (1634 Greiz - 1697 Gera) Burgk. Vermählt 1655 mit Elisabeth Sybille, Reuß ä.L. (1.Haus Burgk)
1673   Heinrich II. wird Reichsgraf
1690   Einführung der Primogenitur in beiden reußischen Linien
1697   Das 2. Haus Burgk stirbt aus, Besitz geht an 2.Haus Untergreiz und Rothenthal
1697   Heinrich XIII. ä.L.R. (1672 Oppurg - 1733 Greiz) erbt Burgk, vermählt 1697 in Ilsenburg mit Sophie Elisabeth, geb. Gräfin von Stolberg-Wernigerode
1733   Heinrich III. ä.L.R (1701 Greiz - 1768 Greiz) erhält Burgk. Er bleibt kinderlos und die Linie stirbt 1768 aus, der Besitz geht an das 2. Haus Obergreiz Heinrich XI. ä.L.R. (1722 Greiz - 1800 Greiz) erbt 1768 Untergreiz und wird damit Besitzer von Burgk.
1778   Heinrich XI. zum Reichsfürsten erhoben
1800  Heinrich XIII. ä.L.R. (1747 Greiz - 1817 Greiz) erhält Burgk - vermählt mit Wilhelmine Luise, geb. Prinzessin von Nassau-Weilburg,(Gemälde vor im Treppenhaus mit Schloß Burgk)
1817   erhält Heinrich XIX. ä.L.R. (1790 Offenbach-1836 Greiz) Burgk, 1836 folgt sein Bruder Heinrich XX. ä.L.R. (1794 Offenbach-1859 Greiz)
ab 1846   Heinrich XX. verbringt viel Zeit auf Schloß Burgk und richtet den Rittersaal als Raritätenkabinett ein und bei Abwesenheit der fürstlichen Familie darf der Rittersaal bereits von der Öffentlichkeit besichtigt werden, (Fremdenbuch). Heinrich XX. ist in zweiter Ehe vermählt mit Caroline Amalie Auguste Friederike Ludovike Christiane Josephine Leopoldine George Bernhardine Woldemare Charlotte Prinzessin von Hessen-Homburg (1819-1872) (Gemälde Damensalon); regiert von 1859 bis 1867 das Fürstentum Reuß ä.L., da der Sohn noch nicht volljährig war. Sorgte für Aufsehen in der deutschen Geschichte, da sie sich als Regentin weigerte, dem Norddeutschen Bund unter Preußens Vorherrschaft beizutreten, was zur Kriegserklärung Bismarcks führte.
ab 1867   Heinrich XXII. Ä.L.R. (1846-1902) Regierungszeit bis zu seinem Tod. Er war in seiner Rückständigkeit und Verbohrtheit, mit der er grundsätzlich gegen jeden Bundesrats- bzw. Reichstagsbeschluss auftrat, schon nicht mehr typisch für Thüringer kleinstaatliche Verhältnisse und wurde oft satirisch in Witzblättchen bloßgestellt, vermählt mit Ida Mathilde Adelheid, geb. Prinzessin von Schaumburg-Lippe (1852-1891). Aus der Ehe gingen 6 Kinder hervor, ein nicht regierungsfähiger Sohn, Heinrich XXIV. Ä.L.R. (1878-1927), und 4 Töchter.
1902   Schloß Burgk mit Kammergut blieb nach dem Tode des letzten regierenden Fürsten und nach der Fürstenenteignung 1918 und dem Auseinandersetzungsvertrag von 1919 in reußischem Besitz.
1927   Nach dem Tode Heinrich XXIV. erbten die Schwestern Emma (1881-1961), Ida (1891-1977) und Hermine (1887-1947) Schloß Burgk. Ida mit einem Fürsten Stolberg-Rola und Hermine mit einem Fürsten zu Schönaich-Carolath verheiratet.
1934   Hermine veräußert ihren Anteil von Schloß Burgk an den Fürsten von Stolberg-Roßla, weilte aber in jedem Jahr einige Wochen in Burgk, zuletzt nachweislich 1944. Mit Hermine geb. R.ä.L. nahm das Geschlecht zu guter Letzt noch einen vermeintlichen Aufstieg . Sie heiratete in zweiter Ehe 1922 Kaiser Wilhelm II. (1859-1941) und lebte bis zu dessen Tod mit ihm in den Niederlanden in Doorn. Hermine nannte sich, völlig die historische Situation ignorierend, stolz Kaiserin. Sie ging 1941 zu den Besitztümern ihres ersten Mannes zurück nach Saabor, wurde 1945 in Rossla verhaftet und in einem Haus in Frankfurt/Oder festgehalten. Dort starb sie am 7.8.1947. Ihr Begräbnis veranlaßte eine sowjetische Offizierin. Hermine wurde im Antikentempel in Potsdam-Sanssouci, der Begräbnisstätte der Hohenzollern beigesetzt.
1945   Ab Februar belegte das Reichssicherheitshauptamt IA4 Berlin das Schloß und versuchte hier Akten zu verstecken. Als die Front näher rückte, sollten die Materialien vernichtet werden, indem man sie mit dem Schloß in die Luft sprengt. Ein Frontstillstand rettete das Schloß und die Akten wurden mehrere Tage und Nächte verbrannt. Am 29.4. 45 trafen die ersten Amerikaner im Schloß ein. Im Mai und Juni wurden fast täglich 200 Amerikaner zu Führungen und Orgelvorspielen nach Burgk gefahren. Danach kam die sowjetische Besatzung, die jedoch nicht im Schloss direkt wohnte, sondern im heutigen Kinderheim. Die Umsichtigkeit des Schlossverwalters Hermann Merkel (1872-1955) hat das Schloß vor größeren Schäden und Verlusten in dieser Zeit bewahrt. Seit 1944 bot das Schloß Flüchtlingen bzw. Vertriebenen vorübergehend Unterkunft.
nach 1945   Enteignung, die Verwaltung des Schlosses übernimmt das Land Thüringen
1952   Verwaltungsreform auf DDR-Gebiet, in diesem Zuge übernimmt der Landkreis Schleiz die Verwaltung des Schlosses und eröffnet am 1. Juni das Staatliche Heimat- und Schloßmuseum Burgk. Seitdem haben über 3. Mill. Gäste das Museum besucht.
1991   Aus dem Staatlichen Museum wird Museum Schloß Burgk. Das Museum ist eine nachgeordnete Einrichtung des Landkreises, seit 1994 Landkreis Saale-Orla, Kreisstadt Schleiz.
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